Stattliches Bauernhaus 1775

Es gibt im Zürcher Oberland sehr wenige, stattliche Bauernhäuser aus dem 18. Jahrhundert mit verputzten Aussenwänden. Wir wollten deshalb bei der Renovation den Charakter des Doppelhauses und die intakte alte Bausubstanz möglichst bewahren.

Konstruktion

Dieses Haus entpuppte sich nach und nach als wahrer Schatz. Nachdem wir die Wände von unzähligen Schichten Gipsplatten, Täfer und anderen Materialien aus den verschiedenen Epochen befreit hatten, kamen wunderschöne, stilvolle Wände aus Massivholz zum Vorschein. Frisch gebürstet verleihen sie heute den Räumen ein unvergleichliches Wohlfühl-Ambiente. Ergänzt wird die Anmutung durch die frei gelegten Holzbalken an der Decke und die dadurch neu gewonnene Raumhöhe. Der Platz wird zudem optimal genutzt durch Schränke, die mit grosser Sorgfalt vom Schreiner gebaut wurden und gleichzeitig als Raumteiler dienen.

Heizung

Das Highlight des Hauses ist der Original Zürcher Oberländer Kaminofen, der in einer alten Scheune herumstand und von einem Kaminbauer in traditioneller Handwerkskunst im Haus neu aufgebaut wurde. Sein Wirkungsgrad ist über 90%. Um die Behaglichkeit zusätzlich zu steigern, wird die traditionelle Ofenbank über das zentrale Heizsystem beheizt. Ein weiteres, neuzeitliches Highlight ist das Kamin-Sichtfenster von der Küche her in den Feuerraum. Hier zeigt sich die Verbindung zwischen alter Handwerkskunst und modernster Technik besonders deutlich. Die Dämmung der Aussenwände wurde als Innendämmung mit mineralischen, ökologischen Baustoffen ausgeführt und flächig mit Kalkputz versehen. Als zentrales Heizsystem dient eine Pelletheizung, die Wärmeübergabe erfolgt über eine Sockelleistenheizung.

Baubiologie

Alle geölten Böden stammen aus heimischer Lärche. Die Türen wurden in traditioneller Handwerkskunst ebenfalls aus heimischem Holz gefertigt. Alte, intakte Bauteile und Baustoffe erstrahlen in neuem Glanz und erzählen die Geschichte des Hauses weiter.